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Literaturnachrichten



Rubrik: Buchbesprechung(en)


Österreichische Ganzsachen und Postformulare, herausgegeben für die polnisch sprechende Bevölkerung im österreichischen Besatzungsgebiet 1871 - 1918

 

Autor(en):

PELCZAR, Piotr, ZIÓLKIEWSKI, Wojciech,

Erscheinungsort:

 

Verlag:

Jahr:

2017

ISBN-Nr.:

Format:

Umfang (Seiten):

120

Abbildungen:

100

Preis:

Erhältlich bei:

piotr.pelczar@wp.pl, wojciech.ziol@vp.pl

Auflage:

Einband:

Sonstiges:

 

Herausgeber:

 

 

 

AUSTRIACKIE CALOSTKI i FORMULARZE POCZTOWE dla ludnosci polskojezycznej w zaborze austriackim 1871 - 1918

Vor mir liegt eine 120 seitige Broschüre in Farbe, die m.E. endlich eine Lücke in der österreichisch-polnischen Philatelie schließt. Zur der königlich-kaiserlichen Österreich-ungarischen Monarchie gehörten bis 1918 zahlreiche Provinzen u.a. ein Teil vom heutigen Polen (Westgalizien). Dieses Gebiet - Westgalizien - wurde nach der 1. Teilung des Königreichs Polen im Jahre 1772 von Österreich annektiert und kam erst zum Ende des Jahres 1918 wieder an Polen zurück.

Anders als die zwei anderen Besatzer, Preußen und Russland, die in ihren Besatzungsgebieten mehr oder weniger nach und nach alles Polnische eliminierten, hat Österreich in seinem polnischen Besatzungsgebiet die polnische Sprache, das polnische Kulturleben und vieles andere weitgehend belassen oder toleriert.

Postalisch gesehen, wurden z.B. alle österreichischen Postkarten, die u.a. im polnischen Westgalizien zu Anwendung kamen, sowohl in der deutschen als auch in der polnischen Sprache gedruckt. Oft wurden noch die ruthenische und einige weiteren Sprachen hinzugedruckt.

Westgalizien: pauschal gesagt handelt es sich hierbei um ein Gebiet, das in etwa südöstlich von Krakau begann und sich weit nach Osten bis an die Grenze der damaligen Bukowina (fast Rumänien) zog.

Die Publikation stellt den aktuellen Wissensstand 2017 der Erforschung der österreichischen Ganzsachen und Postvordrucke aus der österreichischen Besatzungszeit 1871-1918 sowie aus der Anfangszeit des unabhängigen Polen im Jahre 1918 dar.

Die Autoren konzentrieren sich dabei hauptsächlich auf Postbelege mit zusätzlich aufgedruckten Texten in polnischer Sprache, die auf dem Gebiet von Galizien im Umlauf waren.

Die Publikation erweitert bedeutend das Interesse für ein Gebiet der polnischen Philatelie, welches bisher in den einschlägigen Katalogen eher bescheidend beachtet wurde.

Zum ersten Mal wurde eine große Anzahl an Ganzsachen und Postvordrucken, darunter die im Auftrag von Firmen bzw. Privatpersonen mit Zudrucken versehen wurden, zusammengetragen. Die Autoren katalogisieren zahlreiche bisher nicht beschriebene Auflagensignaturen sowie deren verschiedene Untertypen. Die Beschreibung der Ganzsachen wird ergänzt durch Nennung der Papiersorten und Zähnungen. Dazu gehören auch sämtliche in Frage kommenden Tarifangaben für das Inland und Ausland.

Außer der Ganzsachenkatalogisierung hat man hat den erstmaligen Versuch unternommen, die zahlreichen Postvordrucke zu erfassen.

Über 100 farbige Belege sind abgebildet, wobei man sich bewusst ist, dass noch nicht alles entdeckt und erforscht wurde. Besonders die Postvordrucke erfordern weitere Forschungen und Erweiterungen der Klassifizierung.

Die Arbeit hat man in Abschnitte unterteilt. Sehr hilfreich bei der Klassifizierung der beschriebenen Belege ist der Abschnitt mit Kommentaren, der gleich nach dem Katalogisierungsteil und der umfangreichen Bibliographie anschließt.

Die Katalog-Broschüre ist in Polnisch geschrieben, hat etwa 120 Seiten und beinhaltet weit über 100 farbige Abbildungen. Interessierte Sammler möchten sich direkt an diese E-Mail-Adresse wenden: ciemiorek.c8@wp.pl

 

 


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